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"Nadeschta" "Nadeschta" (russ.) heisst Hoffnung. Pater Georg Sporschill zu Vortrag an der Schule. Eine Initiative der Fachgruppe Religions- (katholisch, evangelisch) und Ethikunterricht.

 

"Nadeschta"

„Nadeschta“ (russ.) heisst Hoffnung.
Pater Georg Sporschill zu Vortrag an der Schule. Eine Initiative der Fachgruppe Religions- (katholisch, evangelisch) und Ethikunterricht.

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27.11.2009: Ein Freitag – wie jeder andere Schultag. Dennoch: Einiges wird anders.

Der Festsaal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Klassen 5 ….. sind in der 3. und 4. Stunde in den Festsaal eingetroffen, um einer besonderen Einladung der Fächergruppe des katholischen und evangelischen Religionsunterrichtes und des Ethikunterrichtes zu folgen:

Pater Georg Porschill SJ wurde eingeladen, um aus seinem Leben und seinen Projekten gegen Kinderarmut in Rumänien, Bulgarien und Moldawien zu berichten.

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Mitten hinein in den Lichterglanz und der Fassade des westlichen Reichtums von beginnender Advent- und Weihnachtsstimmung in Wien, kommt eine Dimension der direkten Betroffenheit und „wir müssen etwas tun“.
Der 1946 in Vorarlberg geborene Georg Porschill arbeitet seit 1991 mit Strassenkindern: zunächst in der rumänischen Hauptstadt Bukarest und seit einigen Jahren in Moldawien, dem Armenhaus Europas. Eindrücklich erzählt Pater G.Porschill aus seinem Leben und seinem Engagement für Fragen der Strassenkinder in Südosteuropa.

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In der klassischen abgesicherten und „heilen“ Welt hat es den Vortragenden nie gehalten: Beamter, Priester in einer Gemeinde: nicht die Welt des G. Porschill. Es muß mehr geben: Christentum bewährt sich erst in der praktischen Tat von Nächstenliebe.

Zunächst in der Arbeit mit obdachlosen Jugendlichen in Wien, nach dem Fall des eisernen Vorhangs mit Strassenkindern in den damaligen und heutigen „Armenhäusern“ Europas.

Auf Bahnhöfen und anderen Plätzen werden Kinder, die die Namen ihrer Eltern teilweise nicht kennen, quasi „eingesammelt“, werden mit Lebensnotwendigem und Herzenswärme versorgt, können in Kinderhäusern wohnen, eine Ausbildung durchlaufen, als Jugendliche in Wohngemeinschaften wohnen.

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Den Schlussstein der Aktivitäten bildet der „Club Concordia“, der Verein der ehemaligen Strassenkinder. Besonders berührend, wenn G. Porschill aus Moldawien erzählt:

Kinder „stehlen“ Lebensmittel aus den Vorräten – aber nicht für sich selbst, sondern für die alt gewordene Bevölkerung, die sich selbst nicht mehr versorgen kann. Sozusagen: Kinder werden zu Glücksbringern für alte Menschen.

So wird der Name „Nadeschta“ (russisch) einer alten Frau zum Programm des Vereins Concordia: Nadeschta heißt Hoffnung.

Inzwischen sind hier schon viele Suppenkücken entstanden, Bedarf: noch viel mehr. Woher nimmt Pater G. Porschill die Kraft für seine vielen Aktivitäten? Sozialarbeiter, Streetworker, Unternehmer, Finanzchef, Organisator, Reisender – nur einige der Qualifikationen, über die der Gast verfügt.

Beeindruckend die Bescheidenheit und Demut, in der es G. Porschill formuliert:

„Der Engel ist in mir“ – „am meisten hilft den Kindern die Kraft des Gebetes und die Erfahrung von Familie“.

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Die Fragestunde wird von den SchülerInnen der Kundmanngasse ausführlich für Rückfragen genützt, die Zeit hätte noch länger sein können.

So hat die Lerngemeinschaft Kundmanngasse einen engagierten und charismatischen Menschen kennengelernt, der sich ganz in die Sache einer friedvollen und gerechteren Welt hineinwirft und fest davon überzeugt ist, dass die Welt verändert werden kann.

Motto: „Wer ein Leben rettet, rettet auch die Welt.“

Herzlichen Dank an alle, die hier mitgewirkt haben:

ProfessorInnen, die ihre Stunden zur Verfügung gestellt haben und der Direktion, die dieses Projekt unterstützt hat.

Die Fachgruppe Religion/Ethik hat den Plan, eine solche Veranstaltung mit couragierten Menschen, die aus ihrem persönlichen und beruflichen Leben erzählen, in jedem Semester anzubieten.

 

Zwei Berichte aus SchülerInnen-Sicht:

Hier meine persönliche Stellungnahme zum besuch von Pater Sporschill
Ich persönlich fand den Besuch von Pater Sporschill in unserer Schule eine sehr gute Idee. Mir hat es sehr gefallen wie offen und ehrlich er uns von seiner Arbeit erzählt hat und unsere Fragen beantwortet hat.
Die ganzen 2 Stunden war mir nicht langweilig weil es mich sehr interessiert und fasziniert hat wie er seine Talente und Gaben in die Arbeit mit armen Kindern und Jugendlichen hineingesteckt hat und etwas wunderbar Großes daraus entstanden ist. Weiters finde ich es toll wie er jetzt mit einem immer neuen Vertrauen, dass er genug Spenden bekommt, mit diesen Kindern arbeitet. Ich fand es auch gut, dass er viele persönliche Geschichten von sich selbst und von Concordia erzählt hat. Es gefiel mir sehr Pater Sporschill kennen zu lernen und hoffe auch, dass wir als Schüler der Kundmanngasse bei seinem Jugendfest in Wien teilhaben dürfen und vielleicht sogar Kinder aus Concordia kennen lernen.
Laura (14; 5C)

Besuch von Pater G. Sporschill
Dass Pater G.  Sporschill sich die Zeit genommen hat uns zu besuchen, finde ich sehr nett. Am Anfang wusste ich (und andere auch) nicht wirklich, was uns bei der Präsentation erwarten wird. Aber spätestens nach der Erklärung der „Kette“, war ich wirklich beeindruckt.
Pater G. Sporschill hat uns diese Information nicht einfach so gegeben, er hat mit Emotion gesprochen (bei ihm merkt man sich mehr als bei manch einem Lehrer!). Es hat mich gefreut zu sehen, wie ein einziger Mensch mit ein bisschen Hilfe so viel bewirken kann. Ich glaube er hat jedem von uns etwas mitgegeben.
Hoffentlich wird P. G. Sporschill uns im nächsten Jahr wieder besuchen, dann mit „seinen Kindern“.
Liebe Grüße, Sophie

 

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