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Exkursion nach Heiligenkreuz

Am Montag, dem 17. Mai 2010 führte eine Exkursion die Rk-Gruppen der drei siebten Klassen nach Heiligenkreuz, um die Themen „monastisches Leben heute“, „religiöse Kultur des Mittelalters“, „Baustilkunde“ nicht nur lehrplanmäßig, sondern am „lebenden Objekt“ zu erarbeiten. Schüler und Schülerinnen berichten:
„Auf in die Vergangenheit“, dachten einige, als wir am 17. Mai nach Heiligenkreuz ins Zisterzienserkloster aufbrachen. Obwohl wir zunächst mit dem Zug hinfuhren, ging die Anreise doch schneller als gedacht vorüber. Im Bus nach Heiligenkreuz trafen wir sogar Weihbischof Turnowsky, was dem Thema voll und ganz entsprach.
So da waren wir nun! Da einige noch nie ein Kloster von innen gesehen hatten, war das Erstaunen nicht gering. Im Kirchenhof wurden wir von Frater Johannes Paul OCist sehr herzlich begrüßt und kurzerhand ins monastische Leben eingewiesen. Die ersten Eindrücke und Meinungen konnten verschiedener nicht sein. Von Begeisterung bis dezidierter Ablehnung und Unverständnis konnte man jeden Gesichtsausdruck in unseren Gesichtern erkennen. Zuerst wurden wir durch das Chorgestühl geleitet. Und da waren wir nun im so hoch gelobten Chorgestühl von Heiligenkreuz, dort, wo die sogar Echo prämierte CD „Chant“ aufgenommen wurde. Frater Johannes Paul brachte in gewohnt heiterer und teils sarkastischer Manier den Kern der Sache zu uns einfachen Laien herüber und so nahm doch jeder etwas aus dem Kirchenschiff mit. Weiter ging es in den Kreuzgang, der uns mit einigen pikanten Facetten dargebracht wurde. Vom Kapitelsaal bis zu den mittelalterlichen „Graffitis“ kannten wir nun so einiges. Die Zeit verging schneller als gedacht und so blieb nur noch ein kurzer Spielraum für Fragen, bis das Mittagsgebet begann. Hier waren wieder die Meinungen sehr verschieden. So stark die Flamme der Begeisterung in einigen loderte, so enttäuscht waren wiederum die anderen. Nach 15 Minuten war es auch schon wieder vorbei und die hungrigen Mäuler wurden in der Stiftsküche gestopft. Nach der Mittagspause hatten die Burschen noch die Möglichkeit, das medial präsente Fitnessstudio der Mönche in der Klausur zu benützen, während die Mädchen sich anderen lustigen Dingen widmeten. Gegen 3 Uhr ging es dann wieder nach Hause. Auf der doch längeren Heimfahrt dachten wohl noch so einige an das Zurückliegende.

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Zum größten Teil waren etliche sicher überrascht, dass Mönche doch auch ganz moderne Menschen sein können, die auch an unserer jugendlichen Popkultur, wie etwa YouTube und Facebook, Gefallen finden.  (Bernhard Zierfuß)
Es gab faschierte Laberl mit Kartoffelpüree und Suppe und Melone. (Victor Part)
Es sind dort keine fetten, in Jutesäcke gekleidete Ordensbrüder zu sehen, irgendwie schade, weil mir dieses Bild eines Mönchs durchaus sympathisch war. Doch dort beweisen sie sogar das Gegenteil dieser Vorstellung: Es gibt eine eigene Kraftkammer, die von den Mönchen auch gerne verwendet wird. (Andres Hanzl)
Mich faszinierte am meisten der Brunnen, der bereits von Schwämmen überwachsen und mit Kalkablagerungen bedeckt ist - und Naturdenkmal ist (Fiona Teltscher)
Hl. Kreuz war toll, wir hatten sehr viel Spaß! (Max Mahrhofer)

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Frater Johannes Paul Chavanne, ein ehemaliger Schüler der Kundmanngasse, führte uns stolz durch das 1133 gegründete und seitdem ununterbrochen bestehende Stift der Zisterzienser im Süden von Wien. In der romanisch und gotisch erbauten Kirche zeigte er uns das detailreich gestaltete Chorgestühl, wo die Mitbrüder mehrmals täglich zum gesungenen Chorgebet zusammenkommen. Die genauen Intarsienarbeiten an den alten Sakristeikästen beeindruckten besonders. Durch die heute unbenutzte Fraterie, wo früher die Brüder gearbeitet und sich aufgehalten haben, gelangten wir in den mittelalterlichen Kreuzgang, in dessen Mitte sich ein schöner Garten befindet, der das Paradies symbolisiert. Nachdem wir einen Blick in die an die Vergänglichkeit allen Lebens erinnernde Totenkapelle geworfen hatten, wo verstorbene Mitbrüder aufgebahrt werden, sahen wir noch den uralten Brunnen, aus dem die vis-a-vis befindliche Küche versorgt wurde und wo früher auch der einzige Ort im Kloster war, wo die Mönche sich waschen konnten. Durch den Lesegang führte uns Fr. Johannes Paul wieder hinaus in den Hof, von wo aus wir wieder in die Kirche gelangten, um den Mönchen bei der lateinischen Sext zuzuhören. Im vollen Gästerefektorium bekamen wir schließlich ein Mittagessen. (Pia Kollmann)

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