Sport-/Kulturverein

gehirn  Am Donnertag, 13.10.2011, fand in der Wiener Stadthalle ein Vortrag zum Thema "Neues Lernen" statt. Dieser...

Neues Lernen - Neueste Erkenntnisse aus der Neurobiologie

prof-dr-dr-manfred-spitzer_01 Am Donnertag, 13.10.2011, fand in der Wiener Stadthalle ein Vortrag zum Thema "Neues Lernen" statt. Dieser handelte von den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung, deren Umsetzbarkeit beim Lernen und die Einbindung der Forschungsergebnisse in den Unterricht. Vortragender war DDr. Manfred Spitzer - Psychiater, Psychologe und Hochschullehrer aus Ulm.

Um das Gelernte aus dem Bereich der Neurobiologie zu vertiefen und die biologischen Grundlagen mit Informationen aus der aktuellen Forschung zu verknüpfen, machten sich acht interessierte SchülerInnen aus der 6A mit mir gemeinsam auf, um dem Vortrag und der anschließenden Diskussion beizuwohnen.

 

Dazu ein Bericht von Jovan Zivanovic (6A):

In dem Vortrag erklärte Manfred Spitzer, wie das menschliche Gehirn funktioniert und wie es sich ständig verändert und anpasst. Der Vortrag war leicht verständlich, weil wir uns vorher mit diesem Thema im Unterrichtsfach Biologie beschäftigten. Manfred Spitzer erklärte auch den Zusammenhang zwischen unserem "Glückszentrum" (Nucleus acumbens) und dem Lernen - denn wie man etwas lernt und sich merkt, hängt von unserem Interesse und unserer Gefühlslage ab. Hat man während des Lernens eine positive Gefühlslage, so merkt man sich die Dinge besser (man erfährt einen regelrechten "Lernboost"). Weiters erläuterte Manfred Spitzer einige Experimente und Versuche, welche zu diesem Thema durchgeführt wurden. Am Ende des Vortrages fand eine offene Diskussion statt. In dieser Gsprächsrunde wurde v.a. erläutert und bestätigt, dass Theaterspielen eine wichtige Rolle beim sozialen Lernen spielt. Bis auf die Diskussion - es waren alle derselben Meinung, es war eher eine Festigung ihrer Meinung und gegenseitige Bestätigung als eine wirkliche Diskussion - war die Veranstaltung ein voller Erfolg!

 

 

Abschließend noch ein Auszug aus einem Interview zum Thema Theaterpädagogik (von CliniCum mit Manfred Spitzer):

CliniCum: Sie unterstützen hier in Wien ein Theaterpädagogik-Projekt. Lässt sich eigentlich wissenschaftlich feststellen, welche Auswirkungen Theaterspielen im Gehirn von Kindern hat?

Spitzer: Wenn man Kinder zufallsverteilt in zwei Gruppen aufteilt, und die einen spielen Theater und die anderen machen etwas anderes, dann zeigt sich, dass sich die, die Theaterspielen, tatsächlich im Sozialverhalten verbessern, also dass ihre soziale Intelligenz gefördert wird und bei den anderen nicht. Die Hirnforschung hat herausgefunden, wie unglaublich anpassungsfähig das Gehirn ist, dass hier Spuren durch Gebrauch entstehen und dadurch langfristig das entsteht, was wir Persönlichkeit und auch impliziertes Wissen nennen. Und das kann durch Theaterspielen massiv gefördert werden. Ich kann sozusagen die Festplatte Gehirn mit Inhalten füllen, aber das Gehirn ist eben keine Festplatte, es ist viel genialer: Es sucht sich selbst die allgemeinen Regeln, die in den einzelnen Beispielen stecken. Genauso wie ich Laufen lerne anhand von einzelnen Plumpsern: Ich lerne nicht die Plumpser, ich lerne Laufen. Und genauso lerne ich die kompliziertesten Regeln unserer Kultur, indem ich es mache, etwa Theaterspielen.

 

hier der Link zum vollständigen Interview:

http://www.clinicum.at/dynasite.cfm?dsmid=108510&dspaid=921685

Sponsoren

  sportfitaustriasiegel logo klein eeducation expert  

mint guetesiegel RGB hp
Mint-Gütesiegel 2018-2021

 sipcan web2