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   Begonnen hat es beim Haare waschen, da mache ich immer die Augen zu. Schon das Frisieren...

 

 

Heute Abend war ich eine Stunde lang blind (von Fanny Fiala)

Begonnen hat es beim Haare waschen, da mache ich immer die Augen zu. Schon das Frisieren fiel mir schwer und hat wehgetan, weil ich nicht sehen konnte, wo ich mich bürste. Beim Föhn wusste ich nicht, wo der Schalter ist und konnte ihn kaum aufdrehen. Das Föhnen selbst war nicht viel anders als sonst. Danach musste ich ins Wohnzimmer gehen, denn es gab Abendessen! Ich bin langsam gegangen und tastete mich an der Wand und den Türen entlang. Ich habe mich auch nach den Geräuschen orientiert - mein Papa telefonierte gerade und ich tastete mich zu ihm. Auch das Finden des Sessels und das Niedersetzen waren nicht so einfach! Das Essen fiel mir leichter als das Trinken, zum Glück gab es Eiernockerl, die musste ich nicht schneiden. Aber mit dem Glas zum Mund zu finden war wirklich schwierig. Dann tastete ich mich noch ein Stück durch die Wohnung, in mein Zimmer ging ich aber nicht, weil dort manchmal Dinge auf dem Boden liegen, wenn ich noch nicht aufgeräumt habe. Zum Abschluss gab mir mein Papa noch 4 verschiedene Dinge zu essen: eine Weintraube, die erkannte ich gleich an der Form. Danach ein Stück Schokolade, die musste ich durch Kauen und Schmecken erkennen. Als drittes kam eine Pistazie, die hätte ich beinahe wieder ausgespuckt, weil es sich komisch anfühlte. Und zum Schluss eine Erdbeere, die war richtig glitschig und ich wollte sie zuerst auch nicht. Erst als ich schmeckte was es ist, war sie gut. In Musikerziehung mussten wir schon einen Text schreiben, ob wir lieber blind oder taub wären. Damals entschied ich mich für blind, weil ich dachte, dass blind sein leichter ist. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, ob das die richtige Wahl ist, ich bin richtig froh, wieder etwas zu sehen!

Blind sein für eine Stunde (von Daniel Hierzer)

Mit verbundenen Augen wurde mir das Essen vorgesetzt. Zuerst spürte ich einen heißen Dampf in meinem Gesicht. Mit der Nase konnte ich den guten Geruch von gebratenen Kartoffeln wahrnehmen. Jetzt wusste ich sofort, dass es meine geliebten Bratkartoffeln waren. Nach dem Motto: "Ein Jedi braucht kein Auge um zu sehen junger Padawan", habe ich unser Wohnzimmer erkundet. Ich fühlte mich gut, hatte aber am Anfang ein mulmiges Gefühl. Langsam gewöhnte ich mich an die Dunkelheit und durchs Fühlen waren mir einige Gegenstände vertraut. An den Piepslauten meiner Meerschweinchen konnte ich mich im Zimmer orientieren, da ich wusste, das Gehege steht am Fenster bei der Stiege. Beim Stiegen steigen ist mir aufgefallen, dass es sehr schwer ist, die Balance zu halten und ich musste mich immer an der Wand festhalten. Insgesamt war es eine gute Erfahrung einmal blind zu sein und die Umwelt anhand von Geräuschen und Abtasten der Gegenstände wahrzunehmen.

Geschmack und Sinne (von Judith Satzinger)

Ich habe probiert, blind zu essen, Es klappte sehr gut mit der Vorspeise (Suppe), doch als ich den Teller in den Geschirrspüler räumen wollte, stieß ich an eine spitze Kante. Als die Hauptspeise auf den Tisch kam, wusste ich erst nach dem dritten Mal Kosten was es war. Es ging sehr leicht in der Wohnung herumzugehen. Ich fühlte mich bei jedem blinden Versuch sehr unsicher. Ich bin fast über eine Kante gestolpert. Auch blind auf einem Bein hüpfen war sehr schwer. Ohne Wand hätte ich das nie geschafft.

Blind sein (von Hannah Bögl)

Diese Bilder habe ich mit geschlossenen Augen gemalt. Ich habe dafür etwa 5 Minuten gebraucht. Mit offenen Augen kann ich viel besser malen. Es war nicht sehr schwer. Dafür ist es nicht sehr schön, es ist schon anders, blind zu zeichnen, weil wenn man absetzt man nicht mehr weiß, wo man wieder ansetzen muss.

Was ich mit geschlossenen Augen machen kann (Elena Kracker)

Ich habe auf dem Klavier den „Türkischen Marsch“ von W. A. Mozart gespielt. Es war eigentlich einfach, weil ich sofort gehört habe, ob ich die falsche Taste erwischt habe. Nur bei den Akkorden war es schwer, weil wenn ich mich verspielt habe, ich nicht genau wusste, welcher Ton falsch ist.

Bericht über „das kurze Blindsein“ (von Magdalena Morent)

Zuerst habe ich mir ein Papier genommen. Mit geschlossenen Augen habe ich meinen Namen und „Hallo!“ geschrieben. Ich wäre froh, wenn ich auf das Blatt geschrieben hätte. Stattdessen stand es auf dem Tisch! Nachdem ich „blind“ durch mein Zimmer gegangen und gegen mein Hochbett gerannt bin, begann der Rundgang durch die Wohnung. Weil ich sie gut kenne, verlief das recht gut. Bis auf dass ich in den Hasenkäfig gehen „wollte“. Ich würde nur ungern richtig blind sein, weil es war sehr unangenehm nichts zu sehen und sich an der Wand entlang zu tasten. Und ich weiß nicht, ob ich die Blindenschrift je lesen könnte.

Die ausprobierte Blindheit (von Manuel Hochreiter)

Ich habe mir vor ein paar Tagen ein Tuch um die Augen gebunden, um zu erfahren wie es Blinden geht. Ich bin über die Stiegen ins Vorzimmer und ich habe mich blind in die Hängematte gesetzt. Das schwierige dabei war, abzuschätzen wo welcher Gegenstand sich befindet. In der Wohnung ist es bei Weitem nicht so gefährlich, wie außerhalb der Wohnung und auf der Straße. Weil sich der Platz von Hindernissen auf der Straße ständig ändert. Die Blindheit schafft Unsicherheit im Leben. Auch können sie viel Schönes nicht sehen.

Blind Zähneputzen (von Emilia Hollmann)

Um auszuprobieren wie es sich anfühlt blind zu sein, habe ich mich im Dunkeln im Badezimmer eingesperrt. Dort habe ich versucht mir die Zähne zu putzen. Als ich nach langem Suchen meine Zahnpasta ertastete, drehte ich den Verschluss auf. Als ich die Zahnbürste (die ich mir bereitgestellt hatte) in die Hand nahm, versuchte ich mehrmals vergeblich die „Pastenwurst“ auf die Bürste zu bringen. Ich nahm die Zahnbürste in den Mund und merkte, dass keine Paste mehr darauf war. Schließlich ging ich dazu über, die Paste direkt in den Mund zu pressen. Beim Zähneputzen merkte ich keinen Unterschied. Als ich das Licht aufdrehte merkte ich, dass alles angepatzt war.

Als ich blind war… (von Barbara Karall)

Ich habe probiert einmal blind nach Hause zu gehen, wobei meine Mutter mich unterstützt hat (sie hat aufgepasst, dass ich mich nicht verletze). Ich bin von der Jesuitenwiese nach Hause gegangen. Es war ein komisches Gefühl, einfach ohne hinzusehen über eine Straße zu gehen. Die Geräusche der Autos haben mich so verwirrt, dass ich gar nicht wusste, wo ich bin, obwohl ich diese Strecke gut kenne. Die Ampeln, die sich dort befinden, „klopfen“ zwar, aber es sehr schwer, sich nur auf die Ohren zu konzentrieren. Ich habe es zwar ausprobiert, aber ich habe auch gewusst ich kann jederzeit die Augen öffnen – ein Blinder kann das nicht. Deswegen finde ich diese Menschen bewundernswert. Leute, die Blinde wie Außenseiter behandeln und deswegen unhöflich zu ihnen sind, sollten sich denken „der konnte es sich ja nicht aussuchen“ oder „stell dir vor, ich wäre blind und bräuchte Hilfe“. Ich hoffe ihr seid immer nett zu Blinden.

Etwas blind machen (von Max König)

Ich versuchte blind mich bettfertig zu machen. Als erstes putzte ich meine Zähne. Ich spuckte die Zahnpasta unabsichtlich neben das Waschbecken. Danach ging ich ins Bett, aber knallte gegen die Tür. So machte ich wieder die Augen auf, danach wieder zu und schlief ein.

Blinddate mit meinen Schuhen (von Phillippe Schieder)

Ich habe mich entschlossen, meine Schuhe blind zu binden. Dies hat sehr gut funktioniert. Schwer fiel es mit nicht und lustig war es auch. Leider dauerte es ein wenig, bis ich meine Schuhe fand.

Blind (von Valentin Hellebart)

Ich hab zwei Sachen probiert: die Jause aus meiner Schultasche zu holen und essen – und dann erraten, was im Brot ist. Das zweite war: Ich bin blind zur Haustür reingegangen, habe meine Jacke aufgehängt und meinen Pyjama angezogen. Beides fiel mir sehr leicht. Daher sollte ich mir das nächste Mal etwas schwierigeres vornehmen, z.B. blind schreiben.

Blind (von Raphael Harassin)

Ich habe versucht blind zu essen, Meistens habe ich mich „angepatzt“. Es war sehr schwer und ich fühlte mich nicht so sicher. Ich wusste nicht, was es zu essen gab. Als ich das Essen im Mund hatte, hat es viel schmackhafter geschmeckt. Nach dem Essen war ich durstig und nahm ein Glas Wasser. Ich wollte trinken, aber ich schüttete es immer aus. Danach habe ich auch noch etwas blind geschrieben.

 

 


 

 

DANNY AND GERRY KONZERT FÜR DIE 1. KLASSEN

Am 22.11. fand ein englischsprachiges Danny and Gerry Konzert für die 1. Klassen im Festsaal statt. Begeisterte Schüler und Schülerinnen (und ihre Professoren) tanzten, sangen und klatschten mit den kanadischen/nordirischen Liedermachern und Kabarettisten. Herzlichen Dank an den Elternverein, der dieses Konzert zur Gänze sponserte.

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Kinder und Eltern der 1A auf Kennenlern-Ausflug

Bericht von Helene Herzog, 1A

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Am 22. Oktober um 11:00 Uhr traf sich die 1A zur einer kleinen Wanderung beim Griaß-di-a-Gott-Wirt auf der Höhenstraße. Frau Professor Baukney und die Eltern marschierten auch mit. Zuerst stellte uns Elisabeths Mutter in einer alphabetischen Reihe auf. Die Eltern konnten Fotos schießen. Anschließend begann unsere Wanderung auf den Hermannskogel. Wir hatten Glück, denn die Sonne schien den ganzen Tag. Nach einem kurzen Aufstieg machten wir eine Pause bei der Habsburgwarte, wo wir lange auf den „Habsburgwartenwart“ warteten. Dann konnten wir endlich den Turm stürmen. Besonders in Erinnerung sind mir die zwei toten Vögel auf den Stiegen geblieben. Oben angekommen bot sich ein schöner Ausblick auf Wien. Danach gingen wir zum Agnesbründerl, um mittagessen zu gehen. Die meisten von uns rannten die letzten 100 Meter. Im Lokal bestellten viele von uns ein Schnitzel mit Pommes. Doch es gab beispielsweise auch Kaiserschmarrn, Linseneintopf oder gefüllte Paprika. Bis das Essen kam, vertrieben wir uns die Zeit mit Turnen und Quatschen auf dem Klettergerüst. Unsere Eltern sind im Lokal geblieben, um zu plaudern. Nachdem alle satt geworden sind, liefen wir wieder auf die Spielwiese. Dort spielten wir Fußball, Fangen und was uns sonst noch einfiel. Besonders lustig fand ich das „Nerf“, das Jakob mitgebracht hat. Dieses Ding schaut ein bisschen wie eine Bombe aus, ist aber aus Kunststoff, und lässt sich gut fangen und werfen. Am späteren Nachmittag haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Wir Kinder wollten ja noch bleiben, nur den Eltern war schon etwas kalt. Da halfen keine Proteste. In kleinen und größeren Gruppen ging es wieder zu den Autos. Es war ein toller Tag und unsere Eltern konnten einander besser kennenlernen. Vielen Dank an die Elternvertreterin, Frau Herrmann, für die Organisation dieses Ausflugs.  IMG_2960k

 

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Soziales Lernen – Erste Berichte


Am 5. September habe ich meine neue 1. Klasse das erste Mal kennengelernt. Die Schüler und Schülerinnen schienen alle aufgeregt, nervös, gespannt und neugierig – genau wie ich. Es war auch das erste Mal, dass ich eine „Soziale Lernen-Klasse“ übernommen hatte, also auch ein Neuanfang für mich.

Das Wichtigste war für mich, dass sich alle möglichst schnell wohl fühlen und mit Freude in die Schule kommen. Gleich in der ersten Woche traf sich das gesamte Lehrerteam der 1A zu einem 2-tägigen Seminar, um gemeinsam Pläne bezüglich Unterricht und Klassengemeinschaft zu schmieden. Bald hatten wir uns entschieden, auf die Themen Gemeinsamkeiten und Unterschiede (der Schüler) besonders einzugehen. Daher lautet das Motto für das erste Semester: „Ich und Wir“.

Inzwischen sind sechs Wochen vergangen. Meine „Kinder“ haben sich als äußerst selbstständig, hilfsbereit, motiviert, interessiert und humorvoll entpuppt und bereiten mir viel, viel Freude!

(Pamela Baukney, KV)

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Ich finde es gut, in einer „Sozialen Lernen“-Klasse zu sein, weil es uns lehrt, eine gute Klassengemeinschaft herzustellen.
6 Wochen bin ich jetzt in dieser Klasse und ich habe bisher viele positive Eindrücke gesammelt. Wir haben auch schon Erwartungen auf Plakate geschrieben, von Schülern aber auch über das Klassenklima.
Der Unterschied zu anderen Klassenschwerpunkten ist, dass es leichter ist, eine Klassengemeinschaft herzustellen, weil wir viel darüber lernen. Vor allem findet man hier sicher schnell gute Freunde
(Manuel Hochreiter, 1A)

Ich gehe jetzt schon seit 6 Wochen in die Kundmanngasse, in die „Soziale Lernen“-Klasse 1A. Soziales Lernen ist miteinander höflich, sorgsam und rücksichtsvoll umzugehen. Mir gefällt es gut in der Schule und ich gehe mit viel mehr Lust in die Schule als früher. Unsere Professoren sind cool und sehr nett. Meine Klasse ist auch „voll cool“, und wir haben eine große, bunte, tolle Klasse.
(Elisabeth Herrmann, 1A)
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Ich finde die Idee einer „Sozialen Lernen“-Klasse cool. Es ist für mich sehr angenehm, obwohl ich erst seit 6 Wochen in der 1A bin. Die meisten Kinder wissen auch, dass man in so einer Klasse besonders gut mit seinen Mitmenschen umgehen sollte. Mein Klassenvorstand, Prof Baukney, muss uns kaum an diese Regeln erinnern. Fast alle verstehen sich in der Klasse gut.
(Helene Herzog, 1A)

In der 1A ist es sehr schön. Ich vertrage mich recht gut mit den Kindern und alle sind freundlich und sympathisch. Wir streiten nicht und sind sehr friedlich. Unser Klassenvorstand kümmert sich auch sehr darum, dass ein gutes Klima in der Klasse herrscht. Wir besprechen unsere Probleme und machen viele Spiele, damit wir uns besser kennenlernen. Das finde ich toll, denn ich kenne jetzt schon alle Kinder.
(Leni Morent, 1A)

Ich fühle mich in meiner Klasse sehr wohl, obwohl ich alle Kinder erst seit 6 Wochen kenne. Ich habe schon relativ viele Freunde. „Soziales Lernen“ finde ich cool, weil man über alle Probleme sprechen kann. Unsere Peer-Mediatoren helfen uns, Streit zu regeln, das finde ich sehr gut. Unseren Klassenraum finde ich hübsch, weil er letztes Jahr ausgemalt wurde.
(Emilia Hollmann, 1A)
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Ich bin jetzt schon 6 Wochen in der coolsten Schule der Welt. Meine Freunde und ich haben uns gedacht: „Oh mein Gott, hier geht es hart zu!“, aber dann haben wir schnell viele Freunde gefunden. Als wir uns dann eingewöhnt haben, ging es erst richtig los. Die Schule machte nach ein paar Tagen großen Spaß, wir gehen fröhlich in das Klassenzimmer hinein, und fröhlich wieder heraus. Ich hoffe, es geht so weiter!
(Jakob Kucera, 1A)

Ich gehe seit 6 Wochen in die 1A. Unsere Klasse ist etwas Besonderes, sie ist eine „Soziale Lernen“-Klasse. Das bedeutet, dass wir freundlich zueinander sind. Ich finde es derzeit schön in der neuen Schule, auch wenn es anstrengend ist, die Schulsachen immer am Anfang der Stunde am Platz zu haben. Es ist auch schwer, alle Lehrer mit Frau/Herr Professor anzusprechen. Trotzdem ist es schön.
(Max König, 1A)