Überlebenstraining...


Am zweiten Tag stand ich auf. Es war eine harte, anstrengende Nacht. Ich war von Gelsen, Mücken und Bremsen komplett durchlöchert – ich war sozusagen Schweizer Käse. Das Einzige, auf das ich mich freute, war das Frühstück: Es bestand aus ein paar Nutella-Semmeln und einem gesüßten Früchtetee.
Nach dem Frühstück wanderten wir sofort los. Ich fühlte mich aber trotz Frühstück noch halb schlafend – ich dachte, ich bin beim Militär! 3-4 Stunden wanderten wir durch die schwüle Hitze. Erschwerend kam meine Gräser-Allergie hinzu... Wir versuchten in Gruppenspielen unsere Wahrnehmung zu schärfen, lernten uns mit Kompass und Karte in der Wildnis zu orientieren, badeten in der Thaya und bauten mehr oder weniger stabile Unterstände aus Ästen und Unterholz. Manche nutzten das auch, um Meinungsverschiedenheiten auszutragen, ich war nicht dabei ;-)
Als wir am Nachmittag erschöpft zum Nationalparkhaus kamen, war ich zuerst enttäuscht, doch was mich drinnen erwartete, brachte mich zum Staunen: Es war eine sehr moderne Einrichtung, mit Forschungslabor, Wildkatzenkäfig und insektenfreien Toiletten. Am meisten begeisterten mich die coolen Mini-Taschenmesser, die man kaufen konnte. Mein Tag war gerettet.
Wir lernten dann in kleinen Gruppen ein Lagerfeuer zu machen und grillten Würstchen. Als wir aufbrechen wollten, begann es zu schütten. Wir warteten kurz ab und beobachteten inzwischen die Wildkatzenfütterung, bevor wir im Regen zurückgingen. Wir wateten durch den schlammigen Waldboden Richtung Lagerplatz. Dort angekommen durften wir noch im Regen schwimmen gehen. Danach ging ich erschöpft schlafen.

Max, 1A

 

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