Sport-/Kulturverein

Am Freitag, den 6. 3. 2026 waren die 4A, 4C und 4D gemeinsam unterwegs. In der Volksoper erlebten wir das Rockmusical Spring Awakening. Dieses stammt von Duncan Sheik und Steven Sater. Die aktuelle Produktion wird in deutscher (Sprechtexte) und englischer Sprache (Gesang) dargeboten.

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Spring Awakening, eine moderne Bearbeitung des Theaterstücks Frühlingserwachen von Frank Wedekind aus den 1890er-Jahren, das eine allzu rigide, heuchlerisch moralische Gesellschaft kritisiert, in der die Jugend mit ihren aufkeimenden Gefühlen und Nöten meist völlig alleingelassen und ignoriert wird, was zu Dramen und Katastrophen führt, ist ein preisgekröntes Rock-Musical, das 2006 am Broadway in New York Premiere hatte. Mit acht Tony Awards und einem Grammy ausgezeichnet, revolutionierte es den Broadway, indem es zeigte, welche Themen Musicals behandeln und wie sie erzählt werden können. So wurden Jugendliche in den Entstehungsprozess eingebunden, um ein möglichst authentisches Bühnenwerk zu schaffen.

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Die sängerische, schauspielerische und tänzerische Leistung des jungen Casts war beeindruckend und wurde entsprechend bejubelt. Das kleine Orchester, das blumengeschmückt inmitten einer sehr wandelbaren Drehbühne agierte, spielte mitreißend und sehr gefühlvoll. Im durchaus dramatischen Geschehen wirkte es wie eine Insel, das am Ende des Stücks quasi zum Himmel emporschwebte. Für die Schülerinnen und Schüler war es sicher ein wertvoller Musiktheaterbesuch mit herausfordernden Szenenmomenten, wenn es um einige explizite Darstellungen sexuellen Inhalts ging oder auch wenn Gewalt offen auf der Bühne gezeigt wurde.

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Die Klassen wurden umfassend auf die Vorstellung vorbereitet, gerade auch dank des qualitativ guten Materials, das uns von der Volksoper zur Verfügung gestellt wurde. Die etwa einstündigen Nachgespräche in der Woche nach der Vorstellung brachten viele interessante Beobachtungen und Fragestellungen ans Licht. Es hat gutgetan, sich über Themen wie Scham, gesellschaftliche Konventionen und Zwänge, religiöse Normen und offensichtliche Unterschiede – aber auch Gemeinsamkeiten – zwischen 1890 und 2026 auszutauschen. Vieles hat sich in diesen 136 Jahren verbessert: der Zugang zu Verhütungsmitteln, die sexuelle Aufklärung, Hilfsangebote bei psychischen Notsituationen, der Umgang mit SchülerInnen in der Schule, das Verhältnis der Jugendlichen zu ihren Eltern usw. Und doch wissen wir alle, dass die dargestellten Nöte und Ausweglosigkeiten auch im 21. Jahrhundert existieren und uns mahnen, wachsam zu bleiben und sensibel miteinander umzugehen, gerade in Zeiten wie diesen, in denen reaktionäre und rückgewandte politische Kräfte versuchen, Verunsicherungen und Zerwürfnisse in unserer Gesellschaft für sich zu nützen.

Mag. Peter Riedmann-Dworschak 

 

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