Sport-/Kulturverein

Schülerinnen und Schüler der 4D in der Einrichtung "Balance"

Lehrausgang der Kl. 4D am 29.1.2014 in die Einrichtung „Balance“ für Menschen mit Behinderung 
Leitung Prof. Brahtz und Prof Düker

Im Rahmen des katholischen Religionsunterrichtes sollte die Zeile eines Gebetes einen besonderen Lebensbezug erhalten: „Hilf uns Herr, dass wir Liebe haben zu allen Menschen (…) und einander helfen die Last des Lebens zu tragen.“ Die Vorschläge aus der Klasse wurden ausgewertet. Der Hinweis auf die Einrichtung  „Balance“ kam von Katharina Nemeth, deren Vater dort an leitender Stelle arbeitet. Dieser war bereit, uns einen Vormittag lang einen Einblick in „seine“ Institution zu geben. Aus den Berichten aller wählte die Klassengemeinschaft folgenden zur Veröffentlichung aus:

Ein Bericht von Melanie Helm

a) Geschichtliches zur Initiative „Balance“
Balance ist eine Initiative zur Gewinnung einer Tagesstruktur für Menschen mit Behinderung. Es war früher ein Verein, der von Eltern gegründet wurde. Diese waren völlig unzufrieden damit, wie ihre behinderten Kinder in den damaligen Institutionen behandelt wurden. Sie wollten, dass ihre Kinder gut behandelt werden. Der Verein hatte früher einen anderen Namen. Doch da dieser viel zu lang war, kürzte man ihn auf „Balance“. Es gibt mehrere Institutionen von Balance.

b) Zum Lehrausgang
Am Mittwoch, dem 29.1.2014 traf sich die 4D mit den Begleitlehrern beim Bahnhof Wien-Mitte. Wir fuhren mit der S1 bis zum Matzleinsdorferplatz. Dann stiegen wir in die Straßenbahn Linie 6 und fuhren bis Eichenstraße. Von dort aus gingen wir noch ein paar Minuten und schon waren wir am Ziel. Herr Nemeth, der Vater unserer Mitschülerin Kathi und Hauptverantwortlicher vor Ort, erklärte uns zuerst einige Dinge über die Initiative Balance. Zunächst ging es um die Entstehung, dann über den Sinn des Vereins und über die früheren Heime für behinderte Menschen. Uns wurden die Begriffe Exklusion, Separation, Integration und Inklusion als Entwicklungsstufen der Behindertenarbeit erklärt. Die Klienten wollen nicht anders abgestempelt werden und einfach in ein Heim eingesperrt sein. In der Institution Balance bleibt dem Klienten frei überlassen, wie lange sie bleiben. Uns wurde auch über die Heime berichtet, die es früher für behinderte Menschen gab. Damals meinte man es gut mit den Leuten. Doch ihre Behandlung würde man heute wohl als Folter bezeichnen. Es gibt im Haus Balance viele Möglichkeiten für die Klienten, mit einer sinnvollen Beschäftigung den Tag zu verbringen. So können ihre Talente gefördert werden und oft später auch eine geregelte Arbeit übernehmen. In jeder „Arbeitsstation“ sind Klienten, aber auch Mitarbeiter zur Unterstützung und Betreuung der Klienten (Kochen, Malen, Kerzenherstellung, Nähen, Tanzen…). Sehr wichtig ist auch die Zukunftsplanung. Die Klienten sollen sich Ziele setzen, was sie erreichen wollen und wie es bei ihnen weitergehen soll. Ich sprach mit einigen Klienten. Anfangs war es schwer für mich sie zu verstehen und ich wusste nicht, wie ich mit ihnen umgehen sollte. Doch mit der Zeit fiel es mir immer leichter. Später fuhren wir nach Hause. Ich hatte einen langen Heimweg, weil ich nach Niederösterreich fahren musste. Dieser Ausflug war eine lehrreiche Erfahrung.

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